Olga Peretyatko

Olga Peretyatko

Sopran

Olga Peretyatko © AliKhan
Olga Peretyatko © AliKhan

Olga Peretyatko, eine der weltweit gefragtesten Sopranistinnen, gelang der internationale Durchbruch, nachdem sie Plácido Domingos renommierten Operalia-Wettbewerb gewonnen hatte. Seitdem ist sie regelmäßig zu Gast an den bedeutendsten Opernhäusern und in den wichtigsten Konzertsälen der Welt.

In der Spielzeit 2023/24 gibt Olga Peretyatko ihr Rollendebüt als Norma an der Staatsoper Hamburg. Außerdem kehrt sie an das Opernhaus Zürich zurück, um eine ihrer Paraderollen, die Fiorilla in Rossinis „Il turco in Italia“, erneut zu singen, und tritt erneut an der Staatsoper Berlin auf, wo sie die Elettra in Mozarts „Idomeneo“ und die Leila in Bizets „Les pêcheurs de perles“ singt. In Italien singt sie die Magda de Civry in einer Neuproduktion von „La rondine“ am Teatro Regio Torino und die Donna Anna in einer Neuproduktion von „Don Giovanni“ am Teatro Comunale di Bologna. Auf der Konzertbühne debütiert Olga Peretyatko in der Rolle der Leonora in einer konzertanten Aufführung von Verdis „Il trovatore“ beim Musikfest Bremen. Außerdem ist sie zu sehen, wie sie Rachmaninows „Die Glocken“ zusammen mit dem Orchestre de Paris in der Grande salle Pierre Boulez in Paris aufführt und ein Programm namens „Mozart und Salieri“ mit dem Danish Chamber Orchestra unter Ádám Fischer bei der Mozartwoche in Salzburg präsentiert. Darüber hinaus gibt die Sopranistin mehrere Liederabende weltweit, darunter einen Liederabend mit dem Tenor Marius Vlad Budoiu beim George-Enescu-Festival in Bukarest und einen Liederabend am Teatro de la Zarzuela in Madrid, wo sie – begleitet vom Pianisten Semjon Skigin – Werke von Clara Schumann und Pauline Viardot präsentiert.

In der vergangenen Spielzeit gab Olga Peretyatko ihr Rollendebüt als Elettra in Mozarts Oper „Idomeneo“ und trat später als Liu in Puccinis „Turandot“ auf, beides an der Staatsoper Berlin. Sie debütierte in der Rolle der Marguerite in Gounods „Faust“ an der Staatsoper Hamburg und sang die Anna Bolena am Teatro Colón in Buenos Aires. Beim Rossini-Opernfestival in Pesaro sang sie die Titelrolle in einer Neuproduktion von „Adelaide di Borgogna“. Auf der Konzertbühne war Olga Peretyatko in Amsterdam, Zürich, Luzern, Straßburg, Brüssel, Neapel, Tallinn und Singapur zu hören. Außerdem gab sie mehrere Konzerte mit „Carmina Burana“ zusammen mit dem Tonkünsler Orchester im Musikverein Wien.

Peretyatkos einzigartig fesselnde Stimme und Bühnenpräsenz ermöglichen es ihr, ein breites Spektrum unterschiedlicher Rollen zu verkörpern, von humorvollen bis hin zu tragischen. Sie trat an der Metropolitan Opera, in Covent Garden, an der Mailänder Scala, an der Wiener Staatsoper, an der Staatsoper Berlin, am Teatro Real in Madrid, am Gran Teatre del Liceu in Barcelona, an der Opéra Bastille in Paris und vielen anderen Häusern sowie bei renommierten Festivals in Salzburg, Baden-Baden, Aix-en-Provence und Pesaro auf.

Olga Peretyatko hat mit den renommiertesten Dirigenten und Regisseuren der Welt zusammengearbeitet, darunter Robert Lepage, dessen gefeierte Inszenierung von Strawinskys „Le Rossignol“ im Jahr 2009 in Toronto ihren Status als eine der führenden Sopranistinnen unserer Zeit bestätigte. Sie sang die Marfa in Dmitri Tcherniakovs provokanter Inszenierung von „Die Zarenbraut“, die 2013/2014 zunächst an der Staatsoper Berlin und anschließend am Teatro alla Scala aufgeführt wurde. 2017 sang sie die Hauptrolle der Leïla in Wim Wenders Operndebüt „Les Pêcheurs de Perles“ von Bizet unter der musikalischen Leitung von Daniel Barenboim. Peretyatkos Konzertprogramm umfasste unter anderem einen Auftritt unter dem Eiffelturm anlässlich der Feierlichkeiten zum Bastille-Tag vor einem Live-Publikum von 600.000 Menschen und einem internationalen Fernsehpublikum von mehreren Millionen Zuschauern. In Nordamerika sang sie Strauss’ „Vier letzte Lieder“ im Kennedy Center in Washington D. C. mit dem National Symphony Orchestra. Das gleiche Repertoire stand auch auf dem Programm einer China-Tournee mit dem Orchestre Symphonique de Montréal und Maestro Kent Nagano. Im Jahr 2018 gab Olga Peretyatko ein hochgelobtes erstes Solokonzert am Mailänder Teatro alla Scala.

Olga Peretyatko hat sechs von der Kritik gefeierte Alben bei Sony Classical veröffentlicht und zahlreiche renommierte Auszeichnungen erhalten, darunter den OPUS Klassik (2018), den ECHO Klassik (Bestes Soloalbum, 2015) und den Premio Franco Abbiati della Critica Musicale Italiana. Im Jahr 2021 veröffentlichte sie ihr neues Soloalbum „Songs for Maya“, das der Geburt ihrer erstgeborenen Tochter gewidmet ist. Produziert vom legendären russischen Label Melodiya, vereint dieses Album 23 Wiegenlieder aus verschiedenen Teilen der Welt, die von Olga persönlich ausgewählt und in ihrer Originalsprache gesungen wurden.

Olga Peretyatko ist in Sankt Petersburg, Russland, geboren und aufgewachsen. Sie begann ihre musikalische Laufbahn mit einem Studium der Chorleitung am Konservatorium von Sankt Petersburg, wo sie ihr erstes Diplom erwarb. Diese grundlegende Erfahrung prägte ihr Verständnis für Vokalmusik und Ensembledynamik und wurde zu einem entscheidenden Aspekt ihrer künstlerischen Entwicklung.

Sie verfeinerte ihre Kunst an der Hanns-Eisler-Hochschule für Musik in Berlin, im Opernstudio der Hamburgischen Staatsoper und an der Accademia Rossiniana in Pesaro und etablierte sich als eine der gefragtesten Sopranistinnen ihrer Generation.

Olga Peretyatko ist Solistin des Konzertes am 2. August 2026